Ehrlich währt am längsten...
... sagt man ja so, gemeinhin. Bei dem ein oder anderen Karrieristen aus meiner Vergangenheit, deren hervorstechendste Eigenschaft sicher nicht die Ehrlichkeit war, warte ich noch auf das Eingreifen der himmlischen Gerechtigkeit, und manchmal zweifele ich sehr an deren Existenz.

Die liebe Frau Nessy hat sachlich schon alles gesagt, was es zu unserem Nationalhelden b.a.w. zu sagen gibt und ich stimme vollumfänglich zu. Eigentlich müßte ich mich jetzt entschuldigen und auf einem Bein in die nächste Ecke stellen zum Fremdschämen – ich habe nach aktueller Zählung mindestens 6 Personen in meinem virtuellen Freundeskreis, die (in einem Anfall geistiger Umnachtung?- ich gebe die Hoffnung nicht auf) den Like-Button dieser unsäglichen FB-Unterstützergruppe geklickt haben. Wen muß ich jetzt zuerst aus meinem Netzwerk löschen? Die evangelikalen Missionare aus der amerikanischen Schulzeit, oder doch diese Hohlfritten? Eigentlich möchte man ja mit so etwas wirklich nicht befreundet sein. Bei den üblichen Verdächtigen konservativ-bayerischer Provenienz verstehe ich das noch, da sind vielleicht dreißig Jahre familiäre Prägung so übermächtig, daß man nichts anderes erwarten konnte (und einige davon würde ich bei allem Wohlwollen nicht direkt zu den hellsten Köpfen meines Freundeskreises zählen). Völlig sprachlos hinterläßt mich jedoch das Mitgefühl einer durchaus nicht dummen, höchstselbst promovierten Juristin in leitender Position für die aktuelle Bredouille für den Kerl. Daß Personen, die nie ihr Doktorandenbrot mit Tränen assen die Leistung eines echten Wissenschaftlers nicht zu schätzen wissen – gut. Daß der Handwerker Max Mustermann nach all den Berichten über plagiierende Studenten und gekaufte Titel meint, es würden eh alle Wissenschaftler voneinander abschreiben – geschenkt. Aber wie kann jemand, der selbst ein paar hundert Seiten verfasst hat, Verständnis für sowas haben?

Ich für meinen Teil habe keines, und hätte auch keines gehabt, wenn er Superman, Gandhi und der Vater meiner Kinder in Personalunion gewesen wäre. Im Rahmen meiner – seltenen – Aufgaben als universitäre Autoritätsperson mußte ich letzte Woche Aufsätze für einen Wettbewerb sichten und Vornoten verteilen. Und stieß auf ein Werk, das meine Aufmerksamkeit erregte. In Struktur und Inhalt von der durchschnittlichen Sorte (eher obere Hälfte): ein paar ganz kluge Gedanken, aber etwas kursorisch und ziellos im Aufbau. Ein längerer Verweis auf ein Beispiel aus Schwarzafrika ließ mich mutmaßen, ob es sich wohl um einen afrikanischen Studenten handeln könnte, so daß ich erst mal meine Sympathie-Reflexe zügeln mußte. Andererseits passten allerlei andere Beispiele nicht so recht dazu, namentlich ein eher unangebrachter Bezug auf die USA mit besitzanzeigendem Fürwort. Und der Wechsel zwischen einwandfreiem, sehr gediegenen Englisch und stümperhaften Fehlern in Satzbau und Rechtschreibung. In einer Einfrau-Wikiplag-Aktion stellte sich heraus: alles ganz frech von verschiedenen Homepages – Wikipedia, diversen Universitätsseiten – abgeschrieben. Genauer gesagt: ganze Abschnitte unverändert kopiert.

Es ist mir völlig rätselhaft, wie man so etwas tun kann – man lernt doch heutzutage vom ersten Semester an, daß abschreiben verboten ist und nicht mit dem obligatorischen Spicker in der Mittelstufe zu vergleichen. Eines der wenigen Dinge, die ich seinerzeit in der amerikanischen Provinz uneingeschränkt zu schätzen wußte, war die Mentalität in der Schule. Lehrer konnten bei Prüfungen tatsächlich zwischendurch einen Kaffee trinken gehen – denn spicken oder abschreiben widersprach dem Ehrgefühl und war für niemanden eine Option. So einfach. Was geht in einer Gesellschaft kaputt, wenn selbst exponierte Personen kein Unrechtsbewußtsein für solche Taten mehr haben?

Irgendein Journalist hat es heute auf den Punkt gebracht: entweder er hat es schreiben lassen – dann hat er gelogen. Oder er hat selbst geklaut – dann hat er auch gelogen. Weiterhin wird ausgerechnet ein Mitglied der Prüfungskommission als Vertrauensmann hinzugezogen (hallo?... das ist, als würde man die Frösche bitten, den Teich trockenzulegen) und große Teile der Allgemeinheit finden das alles in Ordnung und können an dem Vorgang nichts verwerfliches finden? Diese idiotische FB-Gruppe mit den Poser-Fotos im Militärdress hat inzwischen tatsächlich über 150.000 Anhänger – das verschlägt mit die Sprache. Andererseits hat der Mann möglicherweise genau die Klientel, die er verdient:

Person 1: „Also ich glaube hier haben die wenigstens Poster Ahnung von den Ausmaßen des Sachverhaltes. Ich bin selbst Dokterant und arbeite seit mehreren Jahren an meiner Dissertation und darüber hinaus habe ich mir selbst einen Eindruck verschafft un...d KT's Diss in Teilen gelesen.
Es ist das ist ein massives Plagiat, das ist offensichtlich und für jeden nachvollziehbar. Aller Vermutung nach hat er es nicht selbst geschrieben; da er so doff wahrscheinlich auch nicht ist.“
Person 2: „Als Doktorant "doff" und doktErant schreiben. Ist ja witzig. Ich halt Guttenberg für einen der fähigsten Minister zur Zeit. Und ich kann mich einigen meiner Vorpostern nur anschließen, dass es vielen Leuten unbekannt war, dass er überhaupt promoviert hat und dass ihm dieser Titel in der Politik hilft... ."
Wahrscheinlich hat er damals, als die Zeitungen sich über das „Kairos“ amüsierten, gedacht, es ginge um die Stadt am Nil.

Person 3: „Bis jetzt steht KT`s Beurteilung unter den befragten Teilnehmern allein bei t-online im Verhältnis zu seinen Gegnern prognostisch ziemlich genau im GOLDENEN SCHNITT der Kosmischen Kräfte und zwar sogar über 62 Prozent, bei 63.4 Prozent, der Teilnehmer sind seiner Sympatisanten. Das heißt, er ist auf der göttlich positiven Seite und wird diesen Prozess mit absoluter Sicherheit gewinnen, was wir ihm auch alle wünschen.“

Und wahre Fans reisen ihrem Idol eh hinterher, scheint es: „Hochachtung! Zu Guttenberg spricht gerade in Kelkheim und entschuldigt sich bei den nicht genannten Quellen. Die Doktorarbeit habe Fehler, die sich über 7 Jahren angesammelt haben. Er hat klare Worte gefunden und jetzt sehe ich Ihn noch positiver. Hut ab!“

Andererseits: in der Kürze liegt die Würze: „KTG ist und bleibt der Doktor unserer Herzen!!!!“ von Maxi. Und „Ehrlich währt am längsten (Sprichwort)“ ich hoffe er bleibt so.“ - ich fürchte, nicht ironisch gemeint. Die sehen das so. Sollte der Mann jemals Kanzler werden, heirate ich meinen ägyptischen Dauerverehrer und gebe die deutsche Staatsbürgerschaft ab. Versprochen.

Ein kläglicher Trost ist es mir, daß es am Wochenende bei einem Fest in durchaus konservativen Kreisen keiner gewagt hat, sich für den Übeltäter auszusprechen – aber 6 Personen in meinem Freundeskreis mit Sympathien für Ideenklau, Betrug und Hochstapelei sind mir immer noch 6 zuviel. Ich glaube, ich gehe mich jetzt noch eine Runde fremdschämen. Oder lösche die Kontakte aus meinem Profil – sieht ja keiner, wenn man Kontakte abbricht.

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jean stubenzweig, Montag, 21. Februar 2011, 21:59
Auch hier nochmal: Danisch. Auch wenn ich es für übertrieben halte, aber einiges wird durchaus dransein. Das ist das eine. Alles andere ist alles andere: einfach nur peinlich.

damenwahl, Montag, 21. Februar 2011, 22:24
Was der Blogger dort beschreibt ist so gruselig, daß ich für meine Schweizer Residenz mehr denn je dankbar bin. Und ich kann ehrlich sagen: mein Professor hält mich nicht dazu an, Zitate zu unterdrücken, ich durfte (auch an meiner deutschen Alma Mater im Diplom) frei arbeiten - ein gewisses Maß an Eigenleistung war durchaus erwünscht, und in der Promotion erst recht. Alle mir bekannten Doktoranden verwenden die meiste Zeit ihrer Diss darauf, eine neue, originelle Hypothese oder zumindest Applikation zu finden - der Rest ist Handwerk.

Davon abgesehen: die Kampagne hat einen komischen Beigeschmack. Aber eine Kampagne wäre nicht möglich ohne das ursprüngliche Fehlverhalten. Von jemandem, der sich als Saubermann und Rückgrat der Nation geriert, erwarte ich anderes. Von jemandem, der dem Volk dienen will und Verantwortung tragen, ebenfalls. Lügen in dieser Größenordnung geht einfach nicht - wobei ich das auf alle Politiker und Wirtschaftsgrößen anwenden würde. Die haben sich nur nicht erwischen lassen, bisher. Oder nicht so. Oder ohne Kampagne.

jean stubenzweig, Montag, 21. Februar 2011, 23:18
Ich sehe das, im Gegensatz zu vielen – Sie haben es zusammengefaßt – nicht anders als Sie sowie weitere. Aber die Gesellschaft scheint sich eben auch im Mittelbau enorm zu verändern. Die ersten heftigen Anzeichen dafür wurden mir zur Jahrtausendwende geliefert. als ein Freund eine Germanistik-Dissertation sich allein wegen fünfzehn Fehlern pro Seite schlechter zu bewerten getraute. Er solle sich nicht so haben, war die Entgegnung des Doktorands, er solle doch mal ins Internet schauen. Der bewertende Freund hatte sich 1994 und nach sechsjähriger harter Arbeit wegen der 0.5 Prozent hinauf zu einem summa cum laude noch freiwillig einem mehrstündigen Rigorosum ausgesetzt.

ilnonno, Dienstag, 22. Februar 2011, 00:48
Nach dem ersten Semster hatte ich mir eine vergleichsweise große Firma angelacht, deshalb für die Uni nicht viel Zeit, schon gar keine für Anwesenheit. Also wurden die Pflichtübungen pflichtgemäß erledigt. Was mich wirklich erstaunt hatte, fast vom Hocker gehauen: da machst Du Abitur mit mehrstündigen Prüfungen, die besprochen werden, die kritisiert werden - und an der Uni kommen sie sogar noch im Hauptstudium mit Ankreuzfragen. Der dümmsten Art.

muerps, Dienstag, 22. Februar 2011, 01:12
Das hängt vom Studiengang ab. Bei uns (Naturwissenschaftler) sind Ankreuzfragen per Prüfungsordnung verboten und ne Klausur mit weniger als 50% Durchfallquote im Grundstudium ist verdächtig gut ausgefallen – an der selben Uni wird in anderen Fächern dagegen fleißig gekreuzelt und schon bei 30% Durchfallquote von einem historisch schlechten Wert gesprochen. Besprechen der Prüfung ist bei uns nicht völlig unüblich, so denn Gelegenheit besteht (sprich, eine Veranstaltung zieht sich über mehrere Semester).

(Weil das Wort Anwesenheit fiel: Anwesenheitslisten wurden bei uns übrigens für die gesamte Uni verboten, weil es dafür keine Grundlage im Hochschulgesetz gibt. Im der Fachrichtung herrscht aber seit jeher die Auffassung, dass die Konstanz der Besuchszahlen einer Vorlesung mehr aussagt als jede Evaluation.)

ilnonno, Dienstag, 22. Februar 2011, 01:33
Die haben bei uns auch 50% ausgesiebt. Um der irren Studentenmenge eines NC-freien Studiums "Ökonomie" Herr zu werden. Mit welchem Mittel? Einfache Mathematikprüfungen.

damenwahl, Dienstag, 22. Februar 2011, 11:45
Ich habe nichts gegen harte Prüfungen, nicht mal in Mathe - obwohl sie mir selbst die einzige 5 im Hauptstudium eingebracht haben. In Philosophie damals brach die Logik-Prüfung den Studenten das Genick, in der Ökonomie die Mathematik. Am Ende kann man das alles fast immer mit Fleiß schaffen - und so einen Selektionsmechanismus (der auch für Durchschnittsstudenten mit Fleiß zu bewältigen ist) finde ich wünschenswert.

Andererseits werde ich noch heute grün vor Wut, wenn ich daran denke, wieviel in meinem ersten (sehr marktwirtschaftlich geprägten) Studienumfeld geschmiert, gelogen und plagiiert wurde. Auf die höhere Gerechtigkeit warte ich noch - und umso mehr erzürnt es mich, wenn selbst die irdische Gerechtigkeit nicht greift.

Übrigens gibt es hier Multiple-Choice Prüfungen, die extrem schwer sind - man könnte auch sagen: sehr gut und mit bedacht gestellt. Aber extrem schwer.

energist, Donnerstag, 24. Februar 2011, 03:10
Bei dieser ganzen Lifestyle-und-CV-Promoviererei lobe ich mir die Ehrlichkeit der Uni, an der mein kleiner Bruder studiert: die drücken jedem neuen jungen Arzt mit der Approbation auch gleich die Promotionsurkunde in die Hand. Da kommen Minderwertigkeitskomplexe unter Kollegen gar nicht erst auf und man kann sich auf die wirkliche Arbeit konzentrieren. Oder so.

c17h19no3, Montag, 21. Februar 2011, 23:23
schön geschrieben. und sehr konsequent.

damenwahl, Dienstag, 22. Februar 2011, 11:45
Danke.

muerps, Dienstag, 22. Februar 2011, 00:36
Ich fühle mich in dem Fall persönlich extrem auf den Schlips (oder meinetwegen den Kittelkragen) getreten, vielleicht, weil ich Guttenberg in dem Fall nicht als Politiker sehe, sondern als (Möchtegern-)Wissenschaftler. Wenn z.B. Zernsursula bekloppte Vorschläge macht, dann deshalb, weil sie a) keine Ahnung von der Durchführbarkeit hat und b) weil sie damit Wählerstimmen erheischen will – sie ist in meinen Augen sozusagen vermindert schuldfähig. Wissenschaft ist in meinen Augen jedoch zu einem Gutteil auch Selbstzweck, denn wenn ich eine ernsthafte wissenschaftliche Arbeit verfasse, mache ich das nicht nur für mich und mein weiteres berufliches Fortkommen, sondern auch, um die Wissenschaft an sich voranzubringen. Wenn man sich also der Wissenschaft verschreibt, dann muss man das einfach aus Prinzip, ohne höhere Gründe, verdammt noch mal vernünftig angehen. Genau das hat Guttenberg nicht gemacht. Wenn man so wenig Respekt vor der Wissenschaft hat, darf man eigentlich nicht einmal über das erste Semester hinauskommen.
</rant>

jean stubenzweig, Dienstag, 22. Februar 2011, 09:04
Selbst dann, wenn man die Pfade der Wissenschaft verlassen hat und sich beruflich anderweitig ausrichtet, darf in allem, was Informationsvermittlung betrifft, Nachlässigkeit oder Schlamperei bis Betrug nicht zugelassen werden. Aber ich werde das Gefühl nicht los, daß die breite Bevölkerung bei Oswald Kolle stehengeblieben ist oder wieder dorthin zurückwill, was den Begriff Aufklärung betrifft. Deshalb dürfte sie ein solches Vorgehen auch nicht als weiter «dramatisch» empfinden. Für die meisten hat das ohnehin nichts mit Arbeit zu tun.

damenwahl, Dienstag, 22. Februar 2011, 11:47
Liebe muerps, ich fürchte, diese Ansprüche werden selten. Die meisten hier haben nur mäßigen Ehrgeiz, eigene Wissenschaft zu betreiben. 150 Seiten neben dem Job schreiben, Titel kriegen, gut is'. Der Gonzosophie-Blogger hingegen, Herr Stubenzweig, bringt das Paradox auf den Punkt. Das ist es auch, was mich am meisten fasziniert. Weniger bei den blöden Massen auf FB, als wenn ich mir die geistesgestörten Fans in meinem persönlichen Umfeld anschaue.

muerps, Dienstag, 22. Februar 2011, 20:47
Schimpfen Sie mich ne alte Romantikerin, aber so etwas darf einfach nicht einreißen. Ich spreche natürlich aus einer Position heraus, wo man eine Doktorarbeit nicht neben dem Job schreiben kann – im naturwissenschaftlichen Umfeld ist eine Doktorarbeit allein schon wegen der praktischen Arbeiten der Hauptjob (immerhin wird man bezahlt, wenn auch kläglich). Daher gibt es bei uns auch nicht das Phänomen, das Frau Herzbruch bemängelt hat, dass Doktorarbeiten von der wissenschaftlichen Karriere abgekoppelt sind – bei uns dürfte es unmöglich sein, eine Doktorarbeit zu schreiben, wenn man nicht im wissenschaftlichen Umfeld tätig ist (auch wenn man nach der Promotion in die Industrie geht, ist man dort trotzdem in der Forschung tätig, deshalb wollen die Firmen ja den Doktor vorm Namen sehen). Natürlich gibt es in den anderen Fachgebieten Leute, die eine Doktorarbeit im Nebenjob schreiben und trotzdem richtig Herzblut reinstecken. Gerade deshalb dürfen die Gutachter aber nicht bereitwillig mit summa cum laude um sich werfen, weil sonst das Niveau einfach erodiert, wenn jeder mit nem zusammengeklierten Text ohne Neuerkenntnisse ankommen kann.

Für mich haben wie gesagt Guttenbergs Betrügereien und seine Politik unmittelbar nichts miteinander zu tun – mittelbar allerdings schon, denn nun trau ich ihm nicht mehr übern Weg, wogegen er mir vorher relativ egal war.

damenwahl, Mittwoch, 23. Februar 2011, 00:24
Ich sehe das genauso. Beides. Eine Freundin von mir stellt höchste Ansprüche an ihre Diss, obwohl sie danach was anderes machen möchte - und muß um das Magna schon kämpfen, obwohl sie sicherlich ein Summa verdient hätte. Solche Ungerechtigkeiten lassen mich geradezu an der Welt verzweifeln. Und wer einmal lügt, dem glaube ich nie wieder irgendetwas. So einfach.

sunny5, Dienstag, 22. Februar 2011, 03:09
Und es gibt vier FB-Gruppen, wenn ich das richtig sehe, die den Gegenzug gestartet haben. Alle kläglich in der Unterzahl. Da ist wirklich zuviel Starkult im Spiel.

Ich war in allen meinen Arbeiten für die Uni immer sehr stolz auf meine eigens aufgestellten Thesen, demnach hatte ich Spaß daran und war voller Eifer dabei, bis auf meinen letzten Pflichtschein über mittelalterliche Literatur, was mich so entsetzlich nervte und langweilte, dass ich vor Verzweiflung tatsächlich ein paar Sachen aus dem Netz kopierte und mehr schlecht als recht umformulierte. Wurde dann von der Dozentin als durchgefallen bewertet und sie schaute so kurz über den Rand ihrer nicht vorhandenen Brille, ist wohl ihr letzter Schein, oder? Mmh... Ach und sie studieren Neuere Deutsche Literatur? Mmh...
Das war dann der Punkt, wo ich mein Studium sehr, sehr ätzend fand. Aber ihr Handeln war korrekt!

damenwahl, Dienstag, 22. Februar 2011, 11:48
Die mit Abstand beste Seite ist jedoch:

http://www.facebook.com/zu.guttenberg.tagebuch

Haha. Selten so gelacht.

schusch, Dienstag, 22. Februar 2011, 12:12
Die Leute, die so in Gutti verliebt sind, sind es nicht in eine reale Person, sondern in ein Image, eine Vorstellung, eine Sehnsucht. Und das iLike-Klicken ist eine Verdrängungsleistung und schnell erbracht. Dem Haider-Jörg wird heute noch manch Kerzerl o'zündt, ein bißchen Bunga Bunga ist ja auch nicht weiter schlimm. Manchen Menschen ist es anscheinend ein Bedürfnis, Persönlichkeiten anzuhimmeln, die größer als man selbst erscheinen. Der Teenie-Star verheimlicht ja auch seine Freundin, die würde den Zorn der Bravo-Girls abbekommen.
Mit dem akademischen Betrieb hat das überhaupt nichts zu tun, finde ich.
(Bei meinen FB-Freunden ist da noch keiner negativ aufgefallen, bei uns schwingt der Sarkasmus ;-)

damenwahl, Dienstag, 22. Februar 2011, 12:17
Umso peinlicher, daß ich solche Leute kenne, die trotz aller akademischen Weihen ein Idol unreflektiert anhimmeln.

schusch, Dienstag, 22. Februar 2011, 12:25
Auch Akademiker sind emotional ansprech- und greifbar. Aber ich denke, das legt sich mit der Zeit. Das, was in Gutti so alles hineinprojeziert wurde, verblasst. Halt langsam.

damenwahl, Dienstag, 22. Februar 2011, 12:46
Je schneller, desto lieber.

arboretum, Dienstag, 22. Februar 2011, 22:31
Dass jemand, der eine Unterstützergruppe für den Plagiator auf Facebook startet, ein geistiger Dünnbrettbohrer ist, stand ja zu vermuten. Huch hat heute im Interview mit dem Deutschlandradio den Beweis angetreten. Leider komme ich gerade nicht auf deren Website, um den Link dorthin zu suchen. Das Geschwurbel gipfelte in der Aussage, dass ja eigentlich eh nur mitreden dürfe, wer einen Doktortitel habe. Meines Wissens hat er selbst aber auch keinen, dafür ist er in der FDP.

schusch, Dienstag, 22. Februar 2011, 22:44
Der Personalnotstand in der F.D.P. ist so groß, dass die sich die Vorbildfrisuren woanders suchen müssen?

damenwahl, Mittwoch, 23. Februar 2011, 00:28
Das ist es aber doch gerade: die Mehrzahl der Gutti-Fanboys sind einfach hohl, da kann man nicht mehr erwarten. Aber beim ein oder anderen fragt man sich doch, wo im Laufe ihrer Karriere sie ihre Werte und den gesunden Menschenverstand gleich mit abgegeben haben.

arboretum, Mittwoch, 23. Februar 2011, 00:36
Vielleicht war davon von Anfang an nicht so arg viel vorhanden.

damenwahl, Mittwoch, 23. Februar 2011, 00:50
Möglich. Andererseits: ich habe mich mit denen oft nett unterhalten und hatte nie den Eindruck, sie seien besonders verblödet - wie können die sowas machen? Versteh ich nicht.

schusch, Mittwoch, 23. Februar 2011, 01:06
Nu ja,

vielleicht mag ja bei dem einen oder anderen Super-Clever-Checker auch ein wenig Karriere-Kalkül dahinter stecken. Gutti zieht, ich ziehe mit. Und wenn's im Asta ist. Und jetzt schon wieder Scheiße. Darf doch net wahr sein!

arboretum, Mittwoch, 23. Februar 2011, 01:43
So, hier ist nun also das Interview mit Tobias Huch im DRadio. Zuerst spricht der Moderator mit dem Multimedia-Journalisten Thomas Reintjes, bei 5.54 beginnt dann das Interview mit Huch. Der Typ schwätzt jede Menge dummes Zeugs. Anhören sollte man es sich trotzdem, der hat schließlich diese FB-Gruppe gegründet, wo genug Leute genau diesen Quark nachbeten.

damenwahl, Mittwoch, 23. Februar 2011, 10:55
Danke, liebe Arboretum, für diesen grauenvollen Link. Texte, die in Zeitungen stehen, darf man kopieren, weil sie ja nicht wissenschaftlich sind? Ich glaub's nicht. Eine ganz neue Definition von geistigem Eigentum.

Werter Schusch, ne, das muß schon Blödheit sein. Oder ernsthaft beunruhigender Fanatismus.

arboretum, Donnerstag, 24. Februar 2011, 10:30
Tobias Huch ist auch als der "YouPorn-Retter" bekannt, der auch schon durch seine anderen Geschäftspraktiken den Verbraucherschützern aufgefallen sein soll. Mehr Infos darüber finden sich beim Spiegelfechter, der auch die Zweifel an der ganzen Pro-Guttenberg-Kampagne (inklusive Facebook) beschreibt. Siehe dazu auch den Meerschweinchenreport.

damenwahl, Donnerstag, 24. Februar 2011, 10:43
Habe ich gestern auch gelesen... überlege, ob ich eine FB-Nachricht an die Idioten schicke, die auf dieser Seite so hirnlos mitlaufen um sie zu erleuchten - aber vermutlich wäre das Perlen vor die Säue werfen ohnehin vergeblich.

energist, Donnerstag, 24. Februar 2011, 03:01
Mal ehrlich: spätestens mit dem Bekanntwerden des Kuhhandels heute abend ist die Uni Bayreuth für mich deutlich eher Zielscheibe meines Zorns geworden als der Gelminister.

Mal ehrlich – bei einem so offensichtlichen „manus manum lavat“ [lateinische Redewendung eingefügt um seriöser und gleichzeitig schneidiger zu wirken – der Trick scheint ja zu funktionieren] muß sich doch jeder letzte Rest Integrität und Selbstachtung vor Scham am Zipfel des Talars erhängen!

Den Ausrutscher sondergleichen, daß sich Doktorvater, Korreferent (dessen einziger Job es ist, kritisch zu prüfen und anzufechten!) und letztlich die ganze Fakultät von einem so billigen Sammelsurium von Kopien haben nicht nur täuschen, sondern sogar zu einem summa haben verblenden lassen... mit einer offenen, transparenten Untersuchung mit externen Gutachtern und entsprechenden Maßnahmen, um eine Wiederholung zu verhindern hätte man vielleicht nochmal den Namen aus dem Dreck ziehen können. So? — pah!

Im übrigen bin ich der Meinung, daß – auch wenn wir wissenschaftliches Klientel uns natürlich völlig zu Recht aufregen – wir uns nicht zu wundern brauchen, daß der Rest der Welt das nicht so sieht. Siehe dazu Frau Nessys Bemerkungen zur Wertschätzung gegenüber geistiger Arbeit. Siehe dazu aber auch unsere eigene mangelnde Aufregung, wenn anderen Berufs- oder sonstigen Gruppen Ungerechtigkeit widerfährt.

Seien wir froh, daß wir die Chance hatten mal hinter die Maske des nun wohl doch vermutlich baldigen Bundeskanzlers zu schaun.



PS: Ha, zwo weniger: „XY and 3 other friends like Gegen die Jagd auf Karl-Theodor zu Guttenberg.“ Aber gerade die XY ist auch noch Doktorandin in Bayreuth *KopfgegendieWandschlag*

sunny5, Donnerstag, 24. Februar 2011, 04:09
Als ob der Rest der Welt keine geistige Arbeit ausüben würde. Was ich vergaß hinzuzufügen. Mein Vater hat mal eine junge Frau durchfallen lassen, weil sie ihre komplette Arbeit (Naturdingszeugs) ebenfalls zusammenkopiert hatte. Hatte ich damals mit ihm stundenlang diskutiert. Leute fragt doch mal den Meistern (Meisterbriefe) dieses Landes nach, wieviel Scheiße sie noch ertragen können. So.

damenwahl, Donnerstag, 24. Februar 2011, 10:39
Nach den letzten Neuigkeiten bin ich mit einer Flasche Wodka ins Bett gegangen um das Schicksal der Welt zu beweinen. Diese feigen Socken in Bayreuth.
Ich habe am Wochenende durchaus netter Bayreuther Juristen kennngelernt - die waren allerdings klar gegen den Raubritter - im Gegensatz zu Ihrer Bekannten, geschätzter Energist [übrigens auch ohne lateinische Redewendungen geschätzt - mein Latinum war doch so Schmalspur].
Wenn der Kerl BK wird, wandere ich aus, ganz bestimmt - das wäre entsetzlich.
Liebe sunny, so können sich Meinungen ändern. Ich bin einmal im Leben beim spicken erwischt worden (4 Fälle in Französisch, 8. Klasse) und habe mich danach Monate geschämt. Ungelogen: Monate! Danach nie wieder, weil ich weiter in den Spiegel schauen können wollte. Ich wünsche dem Windbeutel von Herzen, dass er das den Rest seines Lebens nicht mehr kann. Und seinen politisch-opportunistischen Unterstützern auch.

arboretum, Donnerstag, 24. Februar 2011, 10:43
@ energist: strappato hat gestern schon bei Don auf die äußerst praktischen Folgen der Uni-Entscheidung aufmerksam gemacht. Ein erneuter Promotionsversuch und ein Ehrendoktor sind jetzt nämlich noch drin, für den ehrenwerten Gelminister.

Die Bayreuther Studis tun mir leid, die müssen in dem Saftladen weiterstudieren, ein Uni-Wechsel geht nicht so leicht.

energist, Donnerstag, 24. Februar 2011, 12:08
Mit einer Flasche Wodka ins Bett? Aua, dann haben Sie heute hoffentlich frei oder eine Sonnenbrille auf (die Strahlung, Sie wissen) ;).

@ Frau arboretum: Warum habe ich das nur gewußt, bevor ich es gewußt habe? Sehr treffend dort in den Kommentaren: „Uni Buyreuth“.

Extra nochmal für Frau Damenwahl: „Sic transit gloria mundi…“ :D (von einem ebensolchen Schmalspurlateiner)

damenwahl, Donnerstag, 24. Februar 2011, 13:24
Liebe Arboretum, sowas will man gar nicht lesen, weil es mich so wütend macht - schlecht für mein alterndes Herz.
Wetten, lieber energist, meines ist schmalspuriger? 6 Monate Crash-Kurs für die Uni, alles längst wieder vergessen. Aber immerhin nicht aus Bayreuth.
[Ich geh' mich wieder fremdschämen. Ich kenne Leute, die von "linken Strassekötern" sprechen, die den armen KT fertig machen. Das ist die Art von konservativ, die ich wirklich unerträglich finde.]

arboretum, Donnerstag, 24. Februar 2011, 14:05
Sie pflegen Umgang mit seltsamen Leuten, liebe Frau Damenwahl. Wenn das Ihre Mutter wüsste. ;-)

damenwahl, Donnerstag, 24. Februar 2011, 14:18
Das denke ich manchmal auch. Erstaunlich, wie Menschen eigentlich ganz nett wirken können, bis man sowas liest.
Allerdings muss ich sagen: ich kenne ebensoviele fanatisch Konservative wie fanatisch Linke, die jeden Hemdenträger pauschal für ultrarechts und nazistisch halten. So gesehen haben die sogar was gemeinsam: blinde Ideologie ohne Ansehung der Sachfrage.

Meine Mutter ist vor allem daran interessiert, endlich den Richtigen für das Projekt Enkelkinder zu finden - da darf man mit zunehmendem Alter nicht wählerisch sein.

arboretum, Donnerstag, 24. Februar 2011, 14:39
Mit solchen Fanatikern dürfte die Tochter Ihrer Mutter aber wohl kaum glücklich werden, das weiß Ihre Mutter bestimmt auch.

damenwahl, Donnerstag, 24. Februar 2011, 14:41
Das Vertrauen meiner Mutter lässt manchmal zu wünschen übrig, aber wir wissen beide: Fanatiker mit Tunnelblick kommen mir nicht ins Haus. Ich bevorzuge Männer, die ihren Kopf zum Denken benutzen.

arboretum, Donnerstag, 24. Februar 2011, 16:06
Solch vermeintlich adretten Kerle wie diesen will Ihre Mutter Ihnen aber hoffentlich auch nicht andrehen.

donalphons, Donnerstag, 24. Februar 2011, 17:20
Damwenwahl, sagen Sie mir, wo diese Leute sind, dann fahre ich vorbei und erkläre ihnen, warum sie nie am Tegernsee für die FAZ schreiben werden.

damenwahl, Donnerstag, 24. Februar 2011, 22:17
Brrrrr, nein. Pfui Teufel, sowas am allerwenigstens. Deswegen, lieber DA, mußt Du auch nicht einschreiten, weder bei den einen, noch bei den anderen. Lieber wieder Bilder vom Tegernsee!

sunny5, Freitag, 25. Februar 2011, 10:32
Nicht dass ich falsch verstanden wurde. Ich heiße weder Guttenberg noch das Plagiieren gut, aber der Fehler im System ist einfach viel größer. Man muss da viel tiefgreifender ansetzen. Das meinte ich.

Nachtrag: Das ist zum Beispiel auch ein Teilaspekt, der nicht zu verachten ist: http://print-wuergt.de/2011/02/24/das-ende-der-demutigungen/

damenwahl, Freitag, 25. Februar 2011, 11:52
Liebe sunny, da sind wir 100 % d'accord. Die Kampagne dahinter ist schon sehr gezielt, und wenn es nach Ehrlichkeit ginge, wäre der Bundestag verödet - fürchte ich.

schusch, Freitag, 25. Februar 2011, 00:52
Was tröstlich ist: Die BLÖD baut Leute auf, um sie wieder fallen zu lassen. Das ist deren Selbstverständnis: Wir machen sie groß, dann machen sie wir wieder klein. Da ist Gutti wie Sarah Connor. Gutti wird bald Thema fürs Promi-Fernsehn sein so wie Lothar Matthäus Thema fürs Promi-Fernsehn ist und nicht mehr für die Sportberichterstattung.

damenwahl, Freitag, 25. Februar 2011, 12:24
ach ja, hoffentlich bald!

schusch, Freitag, 25. Februar 2011, 17:26
Das hier ist ganz gut zum Thema:

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/520399

damenwahl, Freitag, 25. Februar 2011, 18:35
Danke!

mmmb, Freitag, 25. Februar 2011, 18:17
Schon gesehen? http://offenerbrief.posterous.com/

Beste Grüße aus Westfalen
mmmb

damenwahl, Freitag, 25. Februar 2011, 18:30
Selbstverständlich. Freunde von Freunden haben das gestartet - das rehabilitiert meine FB-Bekanntschaften.

mmmb, Montag, 28. Februar 2011, 09:01
Ich konnte beim Lesen gar nicht mehr mit dem Nicken aufhören. Sofort unterzeichnet und für weitere Verbreitung in der Zielgruppe gesorgt...

focion, Samstag, 26. Februar 2011, 23:15
Unser Verteigungsminiater ein Fall für den Psychologen? Ja, mein Oliver Lepsius.

"... Der Mann hatte einen bewussten Vorsatz des Plagiierens. Mir ist volkommen schleierhaft, wie er diesen Vorsatz bestreiten kann. Mich würde, darf ich ehrlich sein, die Einschätzung eines Psychologen interessieren, was ein Psychologe zu solch einem Fall von Wirklichkeitsverdrängung meint. Die Kanzlerin geht fehl in der Annahme, dass der Doktorgrad irrelevant wäre für die Ausführung seines Amtes. Das entscheidende in dieser Frage ist doch seine Wahrnehmung von dem, was er getan hat. Und die divergiert von dem, was er objektiv getan hat. Das ist die politische Dimension dieses Skandals. ..."

So die klaren und deutlichen Worte vonHäberles Nachfolger Oliver Lepsius gegenüber dem Bayrischen Rundfunk. Respekt! Zumal er sich mit diesem Interview in Bayreuth zunächst einmal nicht nur Freunde gemacht haben dürfte.

Es wird, so auch der Eindruck darüber hinaus immer enger für KTzG.

http://www.youtube.com/watch?v=6cDZuQBtpVA

arboretum, Samstag, 26. Februar 2011, 23:38
Als ich das erste Mal den Namen des Bayreuther Jura-Professors Oliver Lepsius hörte, fragte ich mich übrigens sofort, ob der wohl mit dem namhaften Soziologie-Professor M. Rainer Lepsius verwandt ist. Von den biographischen Daten könnte es passen: Oliver Lepsius wurde 1964 in München geboren, dort war M. Rainer Lepsius (* 1928) seit 1957 wissenschaftlicher Assistent und hat sich 1963 habilitiert. Er war dann bis 1981 Prof in Mannheim, bis 1993 Prof in Heidelberg. Ist beides nicht so weit weg von Weinheim, wo Oliver Lepsius wiederum Abitur gemacht hat.

damenwahl, Sonntag, 27. Februar 2011, 09:58
Aber bei den Medien ist das Thema auf dem Rückzug... ich befürchte zunehmend, das wird sich im Sande verlaufen, bis sich der Raubritter den nächsten Hammer leistet.

mark793, Sonntag, 27. Februar 2011, 11:21
Die B*ld am Sonntag, die ich beim Bäcker auf der Theke liegen sah, titelt heute: "So leidet Guttenberg". Da dachte ich mir so insgeheim, "noch nicht genug für meinen Geschmack..."

damenwahl, Montag, 28. Februar 2011, 09:34
Harhar, stimme zu.

pathologe, Montag, 28. Februar 2011, 10:00
Sehnse, Frau Arboretum, so klein ist die Welt. Oliver Lepsius war in meinem Abijahrgang. Und, soweit ich mich erinnere, war sein Vater parteipolitisch in der Gegend aktiv (Landtagsabgeordneter?)

arboretum, Montag, 28. Februar 2011, 10:15
Wenn der Vater Landtagsabgeordneter war, spricht das gegen die Annahme, dass es sich um den Soziologie-Professor handelt.

pathologe, Montag, 28. Februar 2011, 17:08
Halbwahrheiten ungegugelt, Frau Arboretum. Es war Olivers Mutter, die da politisch tätig war. Mea culpa.

arboretum, Montag, 28. Februar 2011, 21:24
Es stimmt also quasi beides: Seine Mutter war SPD-Bundestagsabgeordnete und sein Vater der namhafte Soziologie-Professor. :-)

vert, Montag, 28. Februar 2011, 10:08
bei mir sind es drei leute, zwei davon dürfen das: ein schwuler punk, der dort eine spur der verwüstung legen wird und eine rcds-vorsitzende, hier konnte man nichts anderes erwarten. ein hoffnungsloser fall in dieser hinsicht - aber das wusste ich schon vorher.
und der dritte... oops! ich sehe gerade, es sind nur noch zwei leute;-)

damenwahl, Montag, 28. Februar 2011, 21:17
"eine rcds-vorsitzende, hier konnte man nichts anderes erwarten. ein hoffnungsloser fall in dieser hinsicht"... können die eigentlich alle nicht denken? Bei mir sind es auch die üblichen Verdächtigen.

vert, Montag, 7. März 2011, 22:34
das ist bei ihr so ein komischer reflex, auch eine art von "dagegensein".
ich kann das gar nicht recht in worte fassen. (und auch sonst nicht, zugegebenermaßen;-)

schusch, Dienstag, 1. März 2011, 12:14
Gooooooooooool!!!!!!