Schicksal
Das Schicksal wählt komische Wege - und bürdet mir eine schwere Entscheidung auf. Viermal habe ich mich auf eine durchaus interessante Position beworben, drei mal abgelehnt worden - heute Einladung zum Auswahlverfahren. Das mitten in meine Brasilien Reise fällt. Der Flug: nonrefundable, nonchangeable. Flüge zwischendurch zurück: sündhaft teuer. Gleichzeitig habe ich aber den Verdacht, nicht die Kandidatin der ersten Wahl zu sein, und ganz ehrlich: für mich wäre das auch nicht der Job der ersten Wahl, wenn eine der anderen Optionen klappt. Mein Chef hat heute gesagt, daß er sich für mich einsetzen würde, wenn eine befristete Stelle hier frei würde, das wäre eindeutig die attraktivere Option. Das ist doch wirklich, wirklich Mist! Ich habe genau 24 Stunden, mich zu entscheiden, dann sitze ich entweder im Flugzeug nach Brasilien oder zu Hause bei meinen Eltern und bereite mich auf das Gespräch vor. Noch eine Nacht mit weniger als fünf Stunden Schlaf, damit ich morgen vor der Arbeit telefonieren kann. Ich werde aussehen wie ein Gespenst, wenn ich hier abreise... .

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cabman, Donnerstag, 30. April 2009, 20:29
Liest sich als hätten Sie die Entscheidung schon getroffen. Wie ist denn das Wetter in Berlin? Und: So oder so drücke ich die Daumen!

damenwahl, Donnerstag, 30. April 2009, 23:35
Das Wetter in Berlin? Keine Ahnung, bin in den USA. Wir hatten hier vier Tage Hochsommer mit abartiger Hitze, aber jetzt ist es wieder angenehmer. Ueber das Wetter in Brasilien kann ich dann ab Sonntag berichten...

jean stubenzweig, Donnerstag, 30. April 2009, 22:40
Wohin geht's eigentlich nach Brasilien? Wohin auch immer – mir wäre das ohnehin angenehmer als Washington. Aber was ist das schon wieder für eine Aussage! Ich kenne die Stadt nichtmal. Aber dafür ein wenig den brasilianischen Dschungel, sowohl den der Großstadt als auch den sehr grün durchwachsenen, in Begleitung eines Schulmediziners, der nebenher nach Voodoo-Methoden heilt. Kurios, aber großartig. Die Reise meine ich in erster Linie. Oder beides. Weil mir seine Methoden gutgetan haben. Auf jeden Fall habe ich mich die beiden Male, die ich dort war im Land, sehr, sehr wohlgefühlt. Der Menschen wegen, nicht der Hitze. Die ist, vor allem wenn man denkend arbeiten soll, nicht unbedingt förderlich.

Fahren Sie in den brasilianischen Busch. Dort wird Ihnen die Entscheidung abgenommen werden.

damenwahl, Donnerstag, 30. April 2009, 23:33
Glueck gehabt! Ich bin ja eine unverschaemte und gierige Person der Sorte "ich-jetzt-alles" und hole mir dabei regelmaessig eine blutige Nase, aber diesmal hat es wider erwarten alles funktioniert. Erklaere ich spaeter, muss zum Kofferpacken und Abschied feiern...Brasilien wird Sao Paulo und Rio - kein Dschungel, leider. Den konnte ich in der Tat nicht haben.